Die Geschichte Brandenburgs

 

Liebe Brandenburg-Freunde,

wir lieben Brandenburg und wir lieben es dort Urlaub zu machen. Dabei kann Brandenburg auch auf eine mehr als interessante Geschichte zurückblicken…

Die Geschichte Brandenburg füllt einen durch viele Brüche gekennzeichneten, über tausend Jahre dauernden Zeitraum. In den Anfängen besiedelten unterschiedliche Stämme das Land Brandenburg. In der Altmark bewohnten die Langobarden das Land, an der östlichen Oder ließen sich die Burgunder nieder. Im 7.Jahrhundert fanden Völkerwanderungen statt, die zu Besetzungen des Landes durch slawische Stämme führten. Diese Stämme bekämpfte bereits Karl der Große erfolgreich. Während der Herrschaftszeit von Otto I. entstanden die Markgrafschaften in den östlichen Gebieten der Elbe und Oder. Wiederum erfolgte eine Unterwerfung der slowakischen Stämme durch den Markgrafen Gero, der seine Mark bis zur Oder vorschob. Nach der darauffolgenden Gründung des Bistum Brandenburg und Havelberg, wurde es dem Erzbistum Magdeburg unterstellt. Die Christianisierung dieser beiden Bistümer wurde als Hauptziel verfolgt. Nach dem Tod des Marktgrafen Gero I., erfolgte 965 die Trennung der Nord Mark von der sächsischen Ostmark. Der Aufstand der Wenden im Jahre 983 führte dazu, dass der östliche Landabschnitt für die deutsche Herrschaft und dem Christentum verloren war.

Erst im Jahre 1134 setzte Kaiser Lothar den Askanier Albrecht von Ballenstedt, genannt der Bär, dazu ein, um die Burg Brandenburg mit den dazugehörigen Siedlungen zurück zu erobern. Außerdem überschrieb er diesem den deutsch gebliebenen Teil der Markgrafschaft, dem Altmark. Erst im Jahre 1157 siedelte Albrecht, in die Brandenburger Siedlung um und bezeichnete sich ab diesem Zeitpunkt als Markgraf von Brandenburg.

Brandenburg verzeichnete erst durch seine Nachfahren Otto II. und später dessen Bruder Albrecht II. eine enorme Vergrößerung der brandenburgischen Grafschaft. Zuerst kamen die Markschaften Ucker, Teltow, Stargard, Barnim und Lebus hinzu. Später erweiterten ein Teil von Neumark und die Oberlausitz Brandenburg. Zwischen dem 12. Und 13. Jahrhundert bildeten sich die 100 größten Städte der Mark. Bis zu 2500 Dörfer wurden gegründet, von denen heute noch viele bestehen.

Nachdem es keine Nachkommen aus der Familie der Askanier mehr gab, die Ländereien weiterverwalten konnten, wurde die Mark zu einem Streitpunkt, an denen zahlreiche Herrscherhäuser beteiligt waren.
So übertrug im Jahre 1320 Kaiser Ludwig seinem Sohn Ludwig dem Älteren, das Reichslehen Brandenburg. Es begann eine Krise, die Existenzen bedrohten. Während der Markgrafenkrieg und der Pommersch-Brandenburgische Krieg, gingen Teile der Prignitz und Uckermark an Mecklenburg und Pommern über. Polen übernahm die Neumark. Erst als Kaiser Ludwig IV. die Habsburger besiegte und damit Entscheidungsfreiheit erhielt, konnte er durch die Übertragung der herrenlosen Mark Brandenburg, an seinen Sohn Ludwig I., den Streit beilegen. Mit dieser Entscheidung übernahm das Wittelsbacher Geschlecht die Herrschaft. Das Interesse lag nun nur an der finanziellen Ausbeutung dieses Landes. Ohne jeglichen Schutz, herrschte eine chaotische Anarchie. Nach dem Mord an den Propst Nikolaus von Bernau, verhängte der Papst ein Interdikt. Eine Herrschaft des Kurfürsten Ludwig I. stieß auf Ablehnung des Adels. 1345 erfolgte die Verbündung der Städte und Ritterschaften Berlins gegen den Markgrafen.

Als König Karl IV. einem Schwindler, dem Falschen Woldemar, die Mark Brandenburg übereignete, wichen die Mehrzahl der Städte vom wittelsbachischen Marktgrafen Ludwig I. ab. Dieser übergab seinen Jüngeren Halbbrüdern Ludwig II. und Otto V. den Besitz der Mark. 1373 ließ sich Kaiser Karl IV. die Mark Brandenburg abtreten und vererbte diese seinem Sohn Sigismund, der die Mark an seinem Vetter Markgraf Jobst von Mähren verpfändete. 1402 wurde die Neumark dem Deutschen Orden verkauft.

Erst 1411 konnte Sigismund den Burggrafen Friedrich IV. von Nürnberg als erblichen Statthalter eintragen. Sein Sohn Friedrich II. gewann nach der Landesstämmen Einschränkung, die Neumark wieder. Die Unteilbarkeit der märkischen Lande, wurde 1473 durch seinen Bruder Albrecht Achilles festgesetzt.

1825 gliederte sich die Provinz Brandenburg in die Reguierungs-Bezirke Potsdam und Frankfurt. Erst 1920 fand die Ausgliederung Berlins aus der selbständigen Provinz Brandenburg statt. Das östliche Oder-Neisse Gebiet wurde 1945 der polnischen Verwaltung übermittelt. 1949 zählte es zu er Deutschen Demokratische Republik. Erst durch den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland, fand die Wiederherstellung des Landes Brandenburg statt.